ZWEIMAL KNAPP UNTERLEGEN — DRITTE CHANCE GEGEN TROSTBERG VERTAN


Die Grün Gelben haben am Freitagabend ihre spannende Partie unter freiem Himmel beim TSV 1863 Trostberg Chiefs knapp mit 4:5 verloren.

Dabei erwischten die Isarstädter eigentlich den besseren Start: Bereits in der 7. Spielminute brachte Maximilian Knallinger den EVM nach Zuspiel von Adam Strakoš in Führung. In der 14. Spielminute legte Jakub Felsöci das 0:2 nach, vorbereitet von Adam Strakoš und Leonard Schreiber. Trotz des vielversprechenden Auftakts kippte das Momentum noch im Laufe des ersten Drittels. Trostberg verkürzte zunächst in der 15. Minute und traf dann wenige Sekunden vor der Pause in der 20. Minute noch zum 2:2. Diese Gegentore waren besonders bitter, wie EVM-Coach Markus Knallinger nach der Partie erklärte: „Wir hätten im ersten Drittel mehr Torchancen nutzen müssen, davon hatten wir uns genug erarbeitet. Bei den beiden Gegentoren lagen individuelle Fehler vor, beispielsweise weil unsere Stürmer nicht aggressiv genug zurückarbeiteten. Vor allem das Gegentor kurz vor der Pause hat uns aus der Bahn gebracht.“

Auch im zweiten Drittel gelang es den Dreirosenstädtern nicht, die Kontrolle zurückzugewinnen. Trostberg nutzte Nachlässigkeiten eiskalt aus und stellte in der 25. Minute auf 3:2, bevor die Chiefs in der 38. Minute im Powerplay sogar auf 4:2 erhöhten. Coach Knallinger sah die Probleme klar im eigenen Drittel: „Wir haben weiter versucht, Chancen zu erarbeiten, aber wir waren defensiv nicht konsequent genug und haben zu viele Rebounds zugelassen.“

Im Schlussabschnitt wurde es nicht leichter für den EVM. Die Gastgeber trafen in der 50. Minute zum 5:2, doch Moosburg zeigte Moral: In der 55. Minute verkürzte Dominik Thebing im Powerplay nach Zuspiel von Nik Unuk und Mason Finley auf 5:3. Die Grün Gelben warfen nun alles nach vorne und kamen in der 59. Minute durch Nik Unuk, vorbereitet von Fabian Birner und Lars Eigner, zum 5:4, erneut im Überzahlspiel.

Für die letzten Sekunden nahm Coach Knallinger Torhüter Thomas Hingel vom Eis und setzte auf einen zusätzlichen Feldspieler. Trotz der druckvollen Schlussoffensive blieb der Ausgleich jedoch aus. Der Coach bilanzierte: „Im dritten Drittel war es etwas besser, aber wir brauchen einfach zu viele Chancen, um ein Tor zu erzielen. Wir setzen unsere Möglichkeiten nicht konsequent genug um. Die Spieldisziplin hat gepasst, aber die Chancenverwertung ist unser großes Problem.“

Am Ende stand eine knappe, aber vermeidbare Niederlage, die vor allem durch ungenutzte Chancen und ärgerliche Gegentore geprägt war. Die Moral stimmt, doch die Grün Gelben müssen effizienter werden, um solche Spiele künftig auf ihre Seite zu ziehen.

Unsere Torschützen: Maximilian Knallinger (Strakoš), Jakub Felsöci (Strakoš, Schreiber), Dominik Thebing (Unuk, Finley), Nik Unuk (Birner, Eigner)
Strafminuten: 10/6


FLIEGENDE FÄUSTE UND SCHNELLE TORE

Der EV Moosburg musste sich am Sonntagabend beim EHC Bayreuth „Die Tigers“ trotz einer beeindruckenden Aufholjagd in einer hart umkämpften Partie knapp mit 5:4 geschlagen geben.

Das Spiel begann alles andere als nach Plan: Bereits nach viereinhalb Minuten geriet Moosburg durch das 1:0 der Hausherren ins Hintertreffen und in der 8. Spielminute erhöhten die Tigers auf 2:0. „Das erste Drittel war ein sehr schlechter Auftritt von uns, vielleicht der schwächste der Saison“, resümierte Coach Markus Knallinger später. Entsprechend ging es mit einem Rückstand in die erste Pause.

Doch die Mannschaft meldete sich im zweiten Abschnitt eindrucksvoll zurück. Nur wenige Sekunden nach Wiederbeginn erzielte Nik Unuk in der 26. Minute das wichtige 2:1, vorbereitet von Stefan Groß und Dominik Thebing. Und damit nicht genug: Gerade einmal zehn Sekunden später glich Fabian Birner nach auf Zuspiel von Mason Finley und erneut Nik Unuk zum 2:2 aus. Der EVM war nun voll in der Partie, setzte die besprochenen Änderungen konsequent um und schien das Spiel endgültig zu drehen, als Mason Finley wieder nur wenige Sekunden später auf Vorbereitung von Nik Unuk und Mario Strobel zum 2:3 einnetzte. „Im zweiten Drittel sind wir richtig aufgewacht und haben die in der Pause besprochenen Anpassungen sehr gut umgesetzt“, lobte Coach Knallinger. Seine Mannschaft nutzte in dieser Phase die Torchancen effizienter und zeigte ein ganz anderes Gesicht als noch im ersten Drittel.

Im Schlussabschnitt setzte Moosburg zunächst ein weiteres Ausrufezeichen: Wieder war es der kanadische Neuzugang Mason Finley, der in der 47. Spielminute auf Zuspiel von Nik Unuk das 2:4 markierte. Doch das Spiel wurde zunehmend ruppiger, was laut Coach Knallinger auch an vorangegangenen „katastrophalen Schiedsrichterentscheidungen“ lag. Zwei Spieldauer-Strafen gegen Moosburg und weitere Strafen brachten die Gäste die ganze Partie hinweg wiederholt in enorm ärgerliche Unterzahlsituationen, leider mit Folgen. Bayreuth verkürzte in der 51. Minute zunächst auf 3:4. Als dann sogar zwei Moosburger gleichzeitig auf der Strafbank saßen, glichen die Tigers bei einer Spielzeit von 54:03 Minuten zum 4:4 aus. Nur 35 Sekunden später folgte das 5:4, erneut mit einem Moosburger zu wenig auf dem Eis. Eine späte Wendung, die für die Isarstädter denkbar bitter ausfiel.

„Mit etwas mehr Cleverness hätten wir dieses Spiel gewinnen können“, zeigte sich Coach Knallinger enttäuscht. Vor allem, weil seine Mannschaft ab dem zweiten Drittel eine starke Leistung bot und das Spiel zwischenzeitlich klar im Griff hatte. Zusätzlich kommt erschwerend hinzu, dass sowohl Mario Strobel als Center in der ersten Reihe, als auch Thomas Baumann in der Defensive aufgrund ihrer Spieldauer-Strafen beim Freitagsspiel gegen Mitterteich fehlen werden. Trotz der Niederlage bleibt die Erkenntnis, dass der EVM Moral und Qualität besitzt. Nun gilt es, diese über 60 Minuten konstant auf das Eis zu bringen.

Unsere Torschützen: Nik Unuk (Groß, Thebing), Fabian Birner (Finley, Unuk), Mason Finley (Unuk, Strobel), Mason Finley (Unuk)
Strafminuten: 45/70