Der EV Moosburg hat sich am Freitagabend in der Clariant Arena mit einem der Titelfavoriten, den EV Pegnitz Ice Dogs, einen heißen Tanz geliefert. Am Ende musste man sich mit 4:7 geschlagen geben. Trotz einer zwischenzeitlichen 3:2-Führung reichte es für die Grün-Gelben nicht zu Punkten gegen die Oberfranken, die ihre Klasse vor allem im Powerplay eindrucksvoll unter Beweis stellten.
Schon nach weniger als einer Minute lag der EVM zurück: Nach 48 Sekunden nutzte Roman Navarra einen frühen Fehler in der Moosburger Defensive eiskalt aus und netzte zum 0:1 ein. Und auch in Unterzahl zeigten sich die Gäste kaltschnäuzig: In der 8. Minute fiel das 0:2 durch den zweiten der beiden Pegnitzer Top-Namen Ales Furch. Doch die Hausherren ließen sich davon nicht beirren. In der 10. Minute war es Stefan Groß, der auf Zuspiel von Adam Strakoš und Christian Seidlmayer den Anschlusstreffer erzielte.
Nach der ersten Pause nahm Moosburg richtig Fahrt auf: Simon Huber traf in der 28. Spielminute auf Zuspiel von Sebastian Franz und Dario Braun zum 2:2-Ausgleich, ehe Stefan Groß nur zweieinhalb Minuten später nach schöner Kombination über Adam Strakoš und Jakub Felsöci die Führung zum 3:2 markierte. Doch dann kam die kalte Dusche: Innerhalb von nur 41 Sekunden drehte Pegnitz mit drei Powerplay-Treffern (33:02, 33:15, 33:43) das Spiel komplett und zeigte, warum sie zu den Topfavoriten zählen.
Im Schlussdrittel kämpften die Dreirosenstädter weiter beherzt. Mario Strobel brachte den EVM mit seinem Treffer zum 4:5 auf Zuspiel von Nik Unuk (41’) wieder heran, doch die Ice Dogs blieben gnadenlos effizient und stellten in der 46. Minute auf 4:6. Vier Sekunden vor Schluss sorgte ein Empty-Net-Goal für den Endstand von 4:7.
„Wir wussten, dass es ein sehr schweres Spiel wird. Für mich ist Pegnitz mit eine der Top-Mannschaften in der Liga und das haben sie am Freitagabend auch bewiesen“, sagte Moosburgs Coach Markus Knallinger nach der Partie. „Wir waren eigentlich nicht schlecht im Spiel. Besonders bitter war, dass wir nach dem 3:2 die Chance hatten, den Vorsprung auszubauen, aber wir scheiterten im Alleingang. Und im Gegenzug kassieren wir durch individuelle Fehler und die Klasse der Pegnitzer wieder drei schnelle Gegentore“, ärgerte sich Knallinger. „Wir haben weiterhin Chancen erarbeitet, aber die letzte Konsequenz fehlte dann. Man kann noch so ein gutes Spiel machen, aber Pegnitz hat in meinen Augen die besten Kontingentspieler der Liga. Die sind kaum zu stoppen und schaffen es, den Unterschied zu machen. Da wirkt man dann vom Ergebnis her im Nachhinein einfach chancenlos.“
Am Ende blieb den Grün Gelben zwar kein Punkt, aber viel Anerkennung für eine kämpferisch starke Leistung gegen einen übermächtigen Gegner. Am kommenden Freitagabend will das Team an diese Leistung anknüpfen, da erwartet uns der EV Pegnitz zum Winter Classic in deren Freiluftstadion. Für Interessierte: Busabfahrt ist um 14:30 Uhr ab der Clariant Arena.
Unsere Torschützen: Stefan Groß (Strakoš, Seidlmayer, Simon Huber (Franz, Braun), Stefan Groß (Strakoš, Felsöci), Mario Strobel (Unuk)
Strafminuten: 6/6
