Eine Woche nach der 4:7-Heimniederlage gegen die EV Pegnitz ICE DOGS hat der EV Moosburg eindrucksvoll zurückgeschlagen. Beim Winter Classic am Freitagabend lieferten die Isarstädter eine ehrgeizige, geschlossene und vor allem disziplinierte Teamleistung ab. So entführte man völlig verdient drei Punkte aus Oberfranken.
Kurz nach Spielbeginn drohten die Gastgeber wieder früh in Führung zu gehen: Nach nur 15 Sekunden bekamen die ICE DOGS einen Penalty zugesprochen, den Pegnitz-Topstar Roman Navarra ausführte. Moosburgs Schlussmann Mika Karow blieb davon allerdings vollkommen unbeeindruckt und hielt den Schuss ganz lässig. Karow sollte an diesem Abend mit seiner herausragenden Leistung noch mehrfach im Mittelpunkt stehen. Für Coach Markus Knallinger war dieser Moment ein „Weckruf“ für seine Mannschaft. Nach einem hin und her auf Augenhöhe schlugen die Moosburger erstmals zu: In der 14. Spielminute erzielte Nik Unuk das 0:1, vorbereitet von Mario Strobel. Fünf Sekunden vor der ersten Pausensirene legte der EVM nach, indem Fabian Birner auf 0:2 erhöhte, erneut bedient von Mario Strobel.
Pegnitz kam zwar zu Beginn des zweiten Drittels während eines Powerplay zum 1:2, doch die Isarstädter antworteten prompt. Nik Unuk stellte die Anzeigetafel in der 24. Minute auf 1:3, diesmal auf Zuspiel von Mario Strobel und Kevin Aigner. Die Gastgeber nutzten anschließend eine Überzahlgelegenheit und eine kurze Unachtsamkeit (27. und 28. Minute) zum 3:3-Ausgleich. Dennoch blieb der EVM stabil. „Die Mannschaft muss man sehr loben, die Spieler haben immer ihr Bestes gegeben und sich taktisch an die Vorgaben gehalten“, erklärte Knallinger. Pegnitz sei zwar immer wieder gefährlich gewesen, „weil manche Akteure eben nicht immer zu stoppen sind“, doch Moosburg habe das insgesamt „gut im Griff“ gehabt.
Das Schlussdrittel gehörte dann komplett den Dreirosenstädtern. Nach nur 31 Sekunden zurück auf dem Eis traf erneut Nik Unuk zum 3:4, vorbereitet von Kevin Aigner und Mario Strobel. Nur eine Minute später erhöhte Maximilian Knallinger nach Zuspiel von Adam Strakoš auf 3:5 (42’). Da hatte der EVM allerdings noch lange nicht genug: Wieder war es Nik Unuk, der in der 44. Minute den 3:6-Zwischenstand markierte, erneut auf Vorlage von Kevin Aigner und Mario Strobel. Pegnitz konnte in der 54. Minute noch einmal auf 4:6 verkürzen, ehe Adam Strakoš per Empty-Net-Goal in der 59. Minute den 4:7-Endstand besiegelte.
Einen einzigen Wehmutstropfen nannte Coach Knalliner nach der Partie: Vier bis fünf ungenutzte Alleingänge hätten seine Jungs noch machen können. Dennoch überwog die Zufriedenheit deutlich: „Mika Karow hat uns das Spiel gerettet und Nik Unuk war mit vier Toren auch herausragend. Aber nicht nur diese zwei Spieler sind zu loben, sondern die ganze Mannschaft, insbesondere in der Defensive.“ Insgesamt sei es eine „geschlossene, disziplinierte Teamleistung“ gewesen, die kleine Fehler oder dumme Strafen dann auch eher kompensiert.
Nun gilt der Fokus dem nächsten Gegner: Am Sonntag wartet der VER Selb um 17:00 uhr auf den EVM. Diese stehen zwar im Tabellenkeller, aber dürfen keinesfalls unterschätzt werden. „Die Leistung von gestern müssen wir jetzt am Sonntag in Selb bestätigen“, fordert Knallinger. Gelingt das, könnten die Dreirosenstädter das erste 6-Punkte-Wochenende einfahren.
Unsere Torschützen: Nik Unuk (Strobel), Fabian Birner (Strobel), Nik Unuk (Strobel, Aigner), Nik Unuk (Aigner, Strobel), Maximilian Knallinger (Strakos), Nik Unuk (Aigner, Strobel), Adam Strakos
Strafminuten: 4/12
