Beim EV Moosburg steht in der Saison 2026/27 die Mischung aus Erfahrung und Nachwuchs im Mittelpunkt. Auch auf der Torhüterposition setzen die Grün Gelben auf eine besondere Kombination: Bernhard „Berni“ Eggerdinger-Hölzl und Josef Germaier stehen dem EVM in der kommenden Landesliga-Saison als Backup-Goalies zur Verfügung. Zwei Torhüter, die unterschiedlicher kaum sein könnten und die dennoch eines verbindet: ihre enge Verbundenheit mit dem EV Moosburg.
Bernhard „Berni“ Eggerdinger-Hölzl ist mit seinen 45 Jahren der erfahrenste Goalie im Kader der Isarstädter. Seit seinem gesamten Eishockeyleben trägt er die Farben des EVM. Seine aktive Spielerkarriere ist inzwischen zwar beendet, vom Eishockey und insbesondere von seinem Heimatverein hat er sich aber keineswegs verabschiedet. Eggerdinger-Hölzl ist regelmäßig im Training der Ersten Mannschaft dabei, half bereits 2023 zwischen den Pfosten aus und war auch in den vergangenen Spielzeiten immer wieder als Backup-Goalie bei Spielen mit auf der Bank.
Für Berni geht es dabei um weit mehr als darum, im Notfall bereit zu stehen. Seine jahrzehntelange Erfahrung möchte er an die jüngere Generation weitergeben und dabei selbst weiterhin Teil der Mannschaft sein. „Die wertvollste Erkenntnis ist für mich, seinen eigenen Weg zu gehen und als Torwart auch in schwierigen Situationen ruhig und fokussiert zu bleiben“, sagt er. Man wachse schließlich nicht nur an guten Paraden, sondern vor allem auch an Gegentoren, Fehlern und Niederlagen. Entscheidend sei, daraus zu lernen, Verantwortung zu übernehmen und sich immer wieder auf die nächste Situation zu konzentrieren.
Im Laufe seiner langen Laufbahn hat Eggerdinger-Hölzl aber auch erfahren, dass es im Eishockey nicht nur auf die Leistung des Einzelnen ankommt. Teamgeist, Vertrauen und gegenseitiger Respekt seien ebenso wichtig. Talent allein reiche nicht aus, langfristig machten Disziplin, Vorbereitung und Beständigkeit den Unterschied. Gleichzeitig sollte man bei allem Ehrgeiz nie vergessen, die gemeinsame Zeit mit seinen Weggefährten zu genießen. „Am Ende sind es vor allem die Erlebnisse und Freundschaften, die bleiben“, erklärt Berni. Umso mehr schätzt er die Möglichkeit, weiterhin Teil dieses jungen Teams zu sein und seine Erfahrungen weitergeben zu dürfen.
Gerade für die jungen Torhüter beim EVM hat der Routinier deshalb einen wichtigen Rat parat: „Mein wichtigster Tipp ist, immer cool und positiv zu bleiben.“ Eigene Fehler oder Fehler der Mitspieler gehörten zum Eishockey dazu. Man müsse sie schnell abhaken, niemandem Vorwürfe machen und den Fokus sofort wieder auf den nächsten Schuss und die nächste Situation richten. Gerade als junger Goalie sei es zudem wichtig, die Rolle zu akzeptieren, die einem der Trainer in diesem Moment gibt. Man solle sich nicht beschweren, sondern weiterarbeiten, positiv bleiben und jederzeit bereit sein. „Ob die Chance ein Spiel früher oder später kommt, spielt keine Rolle. Der Tag wird kommen. Entscheidend ist, dass man dann bereit ist und seine Chance nutzt.“
Einer, der diesen Weg gerade erst beginnt, ist Josef Germaier. Der frisch 18 Jahre alt gewordene Goalie ist ein echtes Moosburger Eigengewächs und hütet aktuell das Tor der U20. Gleichzeitig gehört Germaier bereits seit der vergangenen Saison zum Kader der Ersten Mannschaft, trainiert regelmäßig mit den Senioren und konnte zu Beginn dieses Jahres in Haßfurt sein Seniorendebüt feiern. Damit steht beim EVM ein weiteres selbst ausgebildetes Torwarttalent bereit, das Schritt für Schritt an den Seniorenbereich herangeführt wird.
Sein erster Einsatz bei den Senioren ist dem Youngster dabei noch bestens in Erinnerung. „Das erste Spiel im Seniorenbereich war sehr aufregend und spannend“, erzählt Germaier. Die gesammelten Erfahrungen habe er anschließend auch mit in die U20 nehmen können, wo sie ihm sehr weitergeholfen hätten. Den Unterschied zwischen seinem U20-Alltag und dem Training beziehungsweise den Spielen mit der Ersten Mannschaft merkt der 18-Jährige dabei vor allem am Tempo und an der Qualität der Gegenspieler: „Der größte Unterschied zur Ersten Mannschaft ist wahrscheinlich die Schnelligkeit des Spiels und die Präzision, die die erwachsenen Spieler haben.“
Genau diese Erfahrungen will Germaier nun weiter sammeln. Als Backup der Ersten Mannschaft bekommt er die Möglichkeit, regelmäßig mit den Senioren zu trainieren, den Landesliga-Alltag kennenzulernen und sich weiterzuentwickeln. Gleichzeitig bleibt er eine wichtige Säule der U20. Unterstützt wird er auf seinem Weg von einem Torhüter, der den Weg beim EVM schon vor Jahrzehnten selbst gegangen ist und nun einen Teil seiner Erfahrung an die nächste Generation weitergeben kann.
Mit Bernhard Eggerdinger-Hölzl und Josef Germaier stehen beim EV Moosburg damit zwei ganz unterschiedliche Torhütergenerationen als Backups bereit. Auf der einen Seite der 45-jährige Routinier, der seit Kindesbeinen mit dem EVM verbunden ist und seine Erfahrung auch nach dem Ende seiner aktiven Karriere weiterhin einbringt. Auf der anderen Seite ein gerade 18 Jahre altes Eigengewächs, das seine ersten Schritte im Seniorenbereich macht und dabei wertvolle Erfahrungen für die eigene Entwicklung sammelt.
Diese Konstellation ist deshalb auch ein schönes Beispiel dafür, was Nachwuchsarbeit beim EV Moosburg bedeuten kann: Junge Spieler werden aus den eigenen Reihen an die Erste Mannschaft herangeführt, bekommen dort ihre Chancen und können von den Erfahrungen der älteren Generation profitieren. Erfahrung bleibt im Verein, wird weitergegeben und der Nachwuchs bekommt die Möglichkeit, daran zu wachsen. Zwei Goalies aus zwei Generationen für einen Verein: Berni Eggerdinger-Hölzl und Josef Germaier sind bereit für die Saison 2026/27.


